Loras Tagebuch


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Universität auf australisch #1

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Stell dir vor du stehst frühs auf, die Sonne lacht dir ins Gesicht und du beginnst den Tag mit dem Frühstück auf der Terrasse. Danach schwingst du dich dynamisch sportlich auf deinen rostigen Drahtesel, bedeckst deinen Kopf mit einem super sexy Fahrradhelm und machst dich auf den Weg zur Uni, vorbei an mehreren Parks.

Tzjaa das ist mein Leben in Australien! Beste Art den Tag anzufangen!

Uni ist „anstrengender“ als in Deutschland, da man unter dem Semester auch schon relativ viel erledigen muss, auf jede Lecture was lesen muss und seine Übungen wirklich vorher erledigen muss (Australier sind nämlich so schlau und fragen, was man dadrauf geantwortet hat oder sich dazu denkt). Generell wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass man diskutiert und seine Kommilitonen kennen lernt. Überhaupt ist alles so interaktiv und zum mitmachen anregend, dass man gar nicht anders kann als positiv an die Sache ranzugehen. Die Folien sind schön bunt und ansehnlich gestaltet und wirklich JEDER will einem helfen. Manchmal hab ich das Gefühl ich habe ein schlechtes Gewissen weil ich noch keine der vielen Anlaufstellen für akademische, private, finanzielle oder oder Probleme benutzt habe.

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Der wunderschöne Campus, welcher eher wie ein Resort aussieht. Leider muss man aufpassen, dass man sich nicht in Känguru Kaka setzt !

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Eine der Vorlesungsräume, super komfortable Sitze und die Lehrer sind wirklich der HAMMER, man merkt richtig, dass sie das machen wollen und sie eine Passion dafür haben, Studenten etwas beizubringen.

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Mein Lieblingsplatz zum lernen!

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Drei, zwei, eins – Pause

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Die letzten Monate waren sehr stressig. Angefangen bei Referaten für die Universität oder Geburtstagsgeschenke organisieren. Gepaart mit arbeiten gehen und gefühlten zwanzig kleinen Dingen auf meiner to-do Liste. Zum krönenden Abschluss: Die Klausurenphase!

Eigentlich hätte ich schon seit über einem Monat Semesterferien, doch sind diese bei mir komischerweise  etwas Mangelware. Die Liste der zu erledigenden Sachen schien endlos. Eine Filmanalyse, zwei Hausarbeiten und am 16. August die letzte Klausur, dann den TOEFL Test bestehen und falls Zeit vorhanden die Bewerbung für das Auslandssemester schreiben um hier nur die wichtigsten Punkte zu nennen. Obwohl es sich wie eine dunkle graue Wolke über meinen Sommerferien ausgebreitet hatte, bin doch schon ziemlich weit. Dank guter Organisation und Durchhaltevermögen habe ich zumindest eine Hausarbeit und die letzte Klausur hinter mich gebracht,  und die meisten kleinen Dinge auf meiner to-do-Liste abgearbeitet. Die zweite Hausarbeit ist in Arbeit nur fehlt mir momentan etwas die Muse und vielleicht auch Zeitdruck. Nun ist heute mein zweiter Tag an dem ich weder arbeiten noch sonst irgendetwas wirklich dringend organisieren oder erledigen muss. Es fühlt sich an als hätte eine unsichtbare Hand auf die Pausetaste meines Lebens gedrückt. Alles fühlt sich langsamer an, jeder Tag, der zuvor am besten 30 Stunden haben solle, geht jetzt sehr langsam vorbei. Ich schlaf das erste mal seit einer gefühlten Ewigkeit aus ohne darüber nachzudenken, dass ich meine to-do-Liste nicht mehr abarbeiten kann, wenn ich erst um 10 Uhr aus den Federn komme. Denn es gibt keine Liste mehr! Ich frühstücke ganz genüsslich und gönne mir sogar den Luxus eines Rühreis. Es fühlt sich wunderschön und doch zugleich langweilig an so in die Leere hineinzuleben. Einerseits ist es ein befreiendes Gefühl, auf der anderen Seite vermisse ich aber auch ein bisschen die Action in meinem Leben. Vielleicht hab ich es einfach nur verlernt, einmal Pause zu haben.