Loras Tagebuch

5 Dinge für Australien

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Hier kommt die ultimative, geheime, insider Lora-Liste! Sie enthält die Dinge, die man in Australien auf ALLE FÄLLE gemacht haben soll. Ich habe versucht möglichst Sachen auszuwählen, die vom standardmäßigem Sydney-Eyers Rock-Sightseeing absehen und etwas außergewöhnlich sind. Ich hoffe euch gefällt meine kleine Liste und falls es euch mal nach Australien verschlägt wisst ihr was zu erledigen ist !

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Mein absoluter Australien Tipp ist Max Brenner, der Traum jeder Frau, die sich nicht gerade in Diät befindet. Max Brenner ist eine Kette, die in ihrem Café nur Schokoladendesserts verkaufen. Schokoladenfondue, Schokoladenpizza, Schokoladenwaffeln, Schokoladeneis, Schokoladenerdbeeren und was weiß ich nicht noch alles! Das Beste ist jedoch, dass die Preise für australische Verhältnisse absolut bezahlbar sind. Einen Max Brenner gibt es in Australien in jeder Großstadt, besonders in Sydney ist er einen Besuch wert. Man kann im Sydney Harbour das Boot nach Manly nehmen und dort den wunderschönen Strand besichtigen und gegen Nachmittag bei Max Brenner, welcher direkt am Hafen liegt gehen. Sehr zu empfehlen ist übrigens auch die heiße Schokolade im Hug Mug !

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Ein kleiner Geheimtipp ist die täglich statt findende Delfin Fütterung in Tin Can Bay. Fährt man zu Tin Can Bay rein, einfach immer gerade aus fahren, dann gelangt man zum Hafen. Hier kann man nun täglich um sieben Uhr in der früh  für einen Unkostenbeitrag von 5$ die Delfine füttern. Für die 5$ erhält man einen Fisch! Die Delfine werden hier nicht wie in Deutschland in Aquarien gehalten, sondern sind freie Tiere. Deshalb kann es auch sein, dass manchmal nur ein Delfin zur Fütterung erscheint. Die Fütterungen werden von Freiwilligen organisiert und durch geführt, die nur das beste für die Tiere wollen. Deshalb ist es auch verboten die Tiere anzufassen, außer es kommt bei der Fütterung durch den Delfin zum Kontakt.

Persönlich fand ich es ein unvergessliches Erlebnis. Als wir dort waren hat es leider geregnet, so stand ich bis zu den Knien tief im Wasser und hatte einen flutschigen kleinen Fisch in der Hand. Der Delfin näherte sich mir langsam und ich senkte meine Hand weiter ins Wasser, sodass er leichter dran gekommen ist. Als er den Fisch von meiner Hand gefressen hat, habe ich kurz seine Schnauze berührt und die Haut fühlt sich einfach wunderbar weich an. Es war einfach unglaublich einem so perfekten und schönen Lebewesen in seiner natürlichen Umgebung so nah zu sein.

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Silvester in Sydney ist wohl der altbekannte Schlager, aber auch ein unvergessliches Ereignis. Man muss viele Opfer bringen um an diesem Tag in Sydney sein zu können, so sind schon allein die Hotelpreise unbezahlbar. Auch Hostels die sonst eher preiswerter sind schlagen zu diesem Ereignis zu. Hat man sich dann entschlossen die circa 600$ für eine Unterkunft zu opfern, wird man vor die große Frage gestellt von wo man denn nun eigentlich das Feuerwerk anschauen will. All dies sollte im Voraus  gut überlegt werden.

Meine Freundin und ich haben uns einen Tag vor dem großen Event umgesehen und den für uns besten Platz auserkoren. Jedoch mussten wir mit Schock feststellen, dass bereits über 24 Stunden vorher schon die Ersten für einen guten Platz anstanden. Da wir jedoch nicht ganz so verrückt waren sind wir erst am 31 .Dezember gegen 11 Uhr zum Botanischen Garten, unserem Platz, gegangen. Da erwartete uns eine circa 200 Meter lange Schlange und weiter zwei Stunden Wartezeit. Anschließend mussten wir noch gut 11 Stunden in der Gluthitze (es waren 35° Grad) warten. Aber jede einzelne Anstrengung war es wert. Über den Tag hat man alle seine Nachbarn vom direkten Sitzplatz kennen gelernt, Geschichten ausgetauscht und Spiele gespielt. Bis zum Abend hin hatte sich ein unheimliches Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Als die große Uhr an der Harbour Bridge endlich den Countdown einläutete war aus uns allen eine große Feiergemeinde geworden. Das Feuerwerk selbst war atemberaubend und ich hab unter Tränen meine Mama in Deutschland angerufen und ihr erzählt, dass ich gerade der glücklichste Mensch der Welt bin. Dieses Gefühl lässt sich nicht in Worte fassen, einfach selbst ausprobieren!

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Da Australien auf der Südhalbkugel der Erde liegt, feiern die Australier Weihnachten im Hochsommer. Ich wollte mir den Spaß nicht nehmen lassen und habe Freunden und Familie in Deutschland Weihnachtsgrüße geschickt, natürlich auf australisch. Sprich ich habe mehrere Fotos im Stil von oben gemacht und sie auf Karten drucken lassen. Klar war das auch ein bisschen fies, denn wer will schon in einem grauen, verregneten deutschen Winter eine solche Karte erhalten ? Lasst euch den Spaß nicht nehmen, man ist vielleicht nur einmal zu Weihnachten am Strand!

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Der Golfplatz in Coober Pedy ist zumindest für ein Foto ein Besuch wert. Da Coober Pedy mitten im australischen Outback liegt, wächst dort nämlich absolut kein Gras und man fühlt sich als wäre man auf dem Mars gelandet. Generell ist Coober Pedy eine Reise wert, da die Stadt komplett in der Erde verborgen liegt. Die Häuser wurden in ausgehöhlte Berge hineingegraben, sodass die Wohnungen selbst bei der größten Sommerhitze relativ kühl bleiben.

Falls ihr noch weitere Ideen, Wünsche oder Ergänzungen habt, einfach in den Kommentaren eine Nachricht hinterlassen!

Krimmler Wasserfälle oder als ich zur Wanderqueen wurde

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Krimmler Wasserfälle im wunderschönen Österreich, mindestens 380 Höhenmeter die es zu überwinden gibt.

Wandern gehörte bisher eher nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber anscheinend muss man öfters mal zu seinem Glück gezwungen werden. Glück hatten auch die Krimmler, dass sie an einem so wunderschönen Fleck Erde wohnen dürfen.

Auf 1090 Höhenmetern liegt das Ende der Wasserfälle. Ein leichter Sprühregen legt sich auf meine Haut, Tropfen fallen von meinen Wimpern und ich verstecke meine Kamera unter meiner Regenjacke. Der Anblick der sich mir jedoch bietet ist atemberaubend. Auf einmal habe ich das Gefühl nicht mehr in Österreich zu stehen, sonder in Island, Neuseeland oder Schottland. Alles ist von saftigem grünen Gras bedeckt, das sich sogar über die Steine ausgebreitet hat. Die Luft ist wunderbar frisch und klar. Ich atme dreimal tief ein und fühle mich wie neu geboren. Was für ein Start für eine Wanderung!
Die nächsten 250 Höhenmeter sind steile Serpentinen, auf einem schmalen mit Kieselsteinen bedeckten Pfad, durch den Wald. Für mich als Hauptberuflicher „Couch potato“ wird jeder Schritt zur Motivationsfrage. Aber ich habe mir fest vorgenommen mindestens zur ersten Alm zu kommen, schließlich will ich meinen verdienten Almdudler trinken. Also laufe ich Meter um Meter weiter, vorbei an unzähligen Bäumen, mit grün bedecktem Waldboden und einer Aussichtsplattform nach der anderen. Während ich schon Mühe habe die 250 HM in meinen Turnschuhen zu laufen, werde ich sogar von einer älteren Dame in Ballerinas überholt. Wieder ein Anzeichen meiner Unsportlichkeit, aber auch ein Ansporn weiter zu laufen. Nach gefühlten 23 Kurven und einer Stunde Laufzeit erreichen wir tatsächlich das Gasthaus Schönangerl! Mein Ziel ist geschafft und ich belohne mich mit einem Almdudler.

Nach einer längeren Pause, soll noch der Obere Achenfall in Angriff genommen werden. Am Wanderweg angekommen, stelle ich jedoch nach einigen Metern fest, dass der erste Teil Pipifax im Vergleich war. Der Anstieg ist jetzt noch Steiler und an den Seiten geht es noch viel weiter runter. Nach gut zehn Minuten bin ich so fertig, dass ich erstmal eine Pause einlegen muss. Während ich so auf meiner Bank sitze und die vorbeilaufenden Wanderer betrachte, stäubt meine Ballerinawanderin wieder um die Ecke und überholt mich doch tatsächlich erneut! Das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen, mein Ehrgeiz ist geweckt und ich aktivier meine letzten Kraftreserven. Nach guten 30 Minuten Anstieg, habe ich die Ballerinawanderin eingeholt und die obere Plattform erreicht. Von hier aus geht es nur noch relativ eben ins Achental hinein.
Da ich soeben mal 370 HM hinter mich gebracht habe und es sich jetzt erst so anfühlte als hätte ich mich eingelaufen, bin ich einfach weiter gelaufen. Frei nach „Lauf Forest, lauf!“.
Die Umgebung änderte sich rapide. Der schmale Pfad wurde zu einer Art Straße aus Kieselsteinen. Die Serpentinen wurden zu einem geraden Weg, der zwar stetig nach oben ging, jedoch nicht mehr in dem Ausmaß wie zuvor. Der Fluss, aus dem der Wasserfall entspringt, schlängelt sich zu meiner rechten durch Felsen. Auf meinem Weg weiter in Hintertal, hab ich sogar ein Fußbad genommen. Eiskalt, aber gut.

Schließlich kann ich meinen Augen kaum trauen, vor mir liegt ein wunderschönes Tal. Der reisende Fluss zu meiner Rechten hat sich zu einem ruhigen stillen Bächlein entwickelt. Die Landschaft ist flach, eingeschlossen von riesigen Bergkämmen zu beiden Seiten. Vor mir liegen zwei urige Almen, wie aus Heidi geklaut. Davor grasen mehrere Kühe, die ganze Pracht wird durch die unbeschreiblich saftigen und grünen Wiesen ergänzt. Gekrönt wird alles von einer himmlischen Ruhe, die nur vom zarten geläute der Kuhglocken unterbrochen wird. So sieht mein neues persönliches Paradies aus. Hier würde ich am liebsten alt werden. Nachdem ich circa 50 Fotos von dieser wunderschönen Natur gemacht habe, belohne ich mich wieder. Diesmal mit frischer Milch und einem der besten Ausblicke die ich je hatte! Die Belohnung selbst war eigentlich die Schönheit der Landschaft. Genau in diesem Moment, als ich auf der Bank der Alm saß und meine Milch schlürfte, habe ich mich ins Wandern verliebt, dass mir die Schönheit der Natur direkt vor meiner Nase zeigt. Geplättet von der Schönheit und Ruhe mach ich mich wieder an den Abstieg, immerhin war ich gute drei Stunden unterwegs und langsam wird es Abend.

Zwar war für mich die Wanderung relativ anstrengend, jedoch für meine Eltern und meinen Bruder leicht zu bewältigen. Falls ihr also mal in der Nähe seid ein unbedingtes MUSS.

Ende des Wasserfalls

Mündung der Wasserfälle

WaldSteiler Wald direkt neben dem Wanderpfad

Oberer WasserfallOberer Wasserfall

Teil der Wege

Hier sieht man die Wege

DSCN1919Das Achental, absolut zauberhaft!

DSCN1927Mein Paradies

Des Wanderers Frust

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Blasen, Blasen und noch mal Blasen

Jeder kennt sie, meistens tauchen sie auf wenn man sie am wengisten braucht und in der Regel sind sie sehr schmerzhaft.

Wovon ich rede ist klar, Blasen an den Füßen! Dank den letzten wirklich wunderschönen Wanderungen, haben meine Füße zur Zeit drei zu Besuch. Jeweils an den Fersen eine und an meinem linken Zeh hat sich auch eine eingemistet.

Meine Füße schreien also förmlich nach einem Tag Pause, jedoch würde sich ein Tag rumlungern und nichts tun wie die reinste Verschwendung anfühlen. Das Wetter ist zauberhaft und ich habe das Gefühl, jeden Tag auskosten zu müssen!  Schließlich ist der Winter nur noch einen Katzensprung entfernt. Zum Glück gibt es spezielle Blasenpflaster und Birkenstock! So bin ich heute die ersten Kilometer in meinen guten alten Birkenstock gewandert. Als dies nicht mehr möglich war bin ich auf die absolut genialen Blasenpflaster umgestiegen! So habe ich von meinen Blasen gar nichts mehr gespürt und meine Füßchen müssen ja auch nur noch bis Sonntag durchhalten.

Aber sind es diese Fotos nicht wert ? In echt war es übrigens noch mindestens 23 mal beeindruckender!

Wo aus der Kasse plötzlich Kassa wird

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„250g Champignons,

200ml Wasser,

250ml Obers“

Verwundert schaue ich auf das Rezept und frage mich wieder, was um Himmels Willen denn genau Obers sein soll.

Wir sind doch nur fünf Stunden einmal quer durch Bayer gefahren. Haben die schmalsten Passstraßen passiert und Ängste ausgestanden, weil es neben dem Auto mal locker 150 Meter in die Tiefe ging. Ich war all die Jahre in dem Glauben, Österreicher sprechen Deutsch! Vielmehr sprechen Österreicher eine Art von Deutsch. So haben sie ihren eigenen speziellen Dialekt entwickelt, der für nicht-österreichische Ohren mal ganz schnell wie ein deutsches Kauderwelsch anhört.

Abgesehen davon haben sich hier auch ganz eigene Wörter entwickelt, bestes Beispiel ist der, die oder das „Obers“. Das hat mich während dem Kochen plötzlich vor ein großes Problem gestellt. Da ich leider kein Obers eingekauft hatte! Ist es vielleicht eine Art Weißwein, macht jedenfalls Sinn in einer Champignonsoße. Zum Glück löste mein lieber Bruder meine Problematik, den ich zuvor zum Sahne holen geschickt hatte. Er kam nämlich mit einem Becher „Schlag-Obers“ wieder 😉 Eine Abwandlung der Österreicher ist auch „Kassa“ das hier das deutsche Wort „Kasse“ ersetzt.

Was ich beim Reisen gar nicht mag ist, wenn ich als Tourist entlarvt werde. Ich hab mich sehr über einen Urlaub in Österreich als pseudo-Einwohner gefreut. Leider musste ich schnell feststellen, dass dies hier aufgrund der Sprachunterschiede nicht möglich ist. Sobald ich mit einem Einheimischen unterhalte, entlarvt mich mein deutscher oder vielmehr fränkischer Akzent als Tourist. Das gefällt mir  nicht so – bin ich doch am liebsten unentdeckt unterwegs.